Das DFB-Minispielfeld beim FC Lauingen

Fotos: FC Lauingen

DFB sponsert in Lauingen ein Mini-Fußballfeld

Schüler und FCL-Kicker können künftig auf 13 mal 20 Meter Kunstrasen trainieren

 

Von Martina Bachmann, Donau Zeitung, 05. September 2008

Wie ein Sechser im Lotto sei das, schwärmt Alfons Strasser, Rektor der Hyazinth-Wäckerle-Schule in Lauingen. Und Willi Bahner vom FC Lauingen sagt: "Für unsere Jugendmannschaften ist das eine tolle Sache." Die Freude ist riesig - über ein 13 mal 20 Meter großes Geschenk des Deutschen Fußballbundes. Der hatte nach der Weltmeisterschaft im eigenen Land Geld übrig. Rund 20 Millionen investierte der Verband deshalb in 1.000 Mini-Spielfelder im ganzen Bundesgebiet. Und eines wurde jetzt im Auwaldstadion in Lauingen errichtet.

 

450 Bewerbungen in Bayern

450 Bewerbungen von Schulen, Vereinen und sozialen Einrichtungen für ein solches Spielfeld sind allein beim Landessportverband in Bayern eingegangen. Eine kam vom FCL und der Hyazinth-Wäckerle-Schule. Eine Gruppe aus Mitgliedern des Bayerischen Kultusministeriums und des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) wählte 163 Standorte aus. In der Albertus-Magnus-Stadt ist das Spielfeld schon fast fertig - Dank vieler helfender Hände.

Denn der DFB lässt nur das Spielfeld durch das Unternehmen Polytan Sportstätten GmbH aus Burgheim errichten. Den Untergrund mussten die Bewerber selbst vorbereiten. Die Stadt übernahm die Koordinierung, sagt Rudolf Horner vom Kultur- und Sportamt. Zudem gab sie einen Zuschuss für das Baumaterial, sagt Bahner. Mitglieder des FCL schufteten etwa 750 Stunden ehrenamtlich auf dem Bau: "Die Fläche musste ausgehoben werden. Dann wurden die Fundamente gesetzt - die mussten wiederum einen bestimmten Winkel haben." Zudem übernahmen die Fußballer die Pflasterarbeiten um das Minispielfeld.

Doch die Mühe lohnt sich - denn in Lauingen gibt es künftig das einzige Kunstrasen-Feld im ganzen Landkreis, wenn auch im Miniformat. Strasser sagt: "Viele Vereine im Landkreis wären froh, sie hätten solch einen Rasen." Der Vorteil: Selbst wenn es geregnet hat, versinken die Spieler nicht im Matsch. "Bei nasser Witterung ist ein Problem, auf Naturrasen ein Training abzuhalten."

 

Eröffnung am 02. Oktober 2008

Doch noch ist es nicht soweit. Denn das Minispielfeld wird erst am 02. Oktober vom DFB eröffnet. Und bereits jetzt hat sich ein "Botschafter des Fußballbundes" angekündigt. Andreas Brehme, so der BFV werde zu einigen Eröffnungsveran-staltungen kommen. Vielleicht auch nach Lauingen ? "Das wäre toll", meint Horner. Strasser entgegnet: "Mit Oli Kahn wären wir auch zufrieden." Der hätte jetzt nach seinem Abschiedsspiel doch Zeit, sagt Horner schmunzelnd.

 

Fotos: Günther Hödl, Donau Zeitung

Andreas Brehme gibt "Ersten Schuss" auf dem Minispielfeld ab

Diesmal war der Ball nicht drin ... Weltmeister von 1990 in Lauingen

 

Als Andreas Brehme mit seinem verwandelten Elfmeter gegen Argentinien 1990 Deutschland zum Fußball-Weltmeister machte, waren sie noch nicht geboren - die Kicker der Hauptschule und des FC Lauingen. Am Donnerstag, 02.10.2008, erlebten sie als Zuschauer bei der Eröffnung des neuen Mini-Spielfelds im Auwaldstadion den Ex-Nationalspieler dennoch live beim Strafstoß-Schießen: "Andy" war gekommen, um eines von 1.000 Mini-Spielfeldern einzuweihen, deren Schaffung der Deutsche Fußball-Bund aus dem Gewinn der WM 2006 förderte. In Lauingen hatte sich der FCL mit Unterstützung von Stadt und Schule beim Bau mächtig ins Zeug gelegt. Der nicht allzu scharf getretene Ball fand übrigens diesmal nicht den Weg ins Tor ... (Günther Hödl, Donau Zeitung, 04.10.2008)